So sichern Sie eine WordPress-Website

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Die Absicherung Ihrer WordPress-Website ist entscheidend, um Ihre Daten, Kundeninformationen, Suchmaschinenrankings und den Ruf Ihres Unternehmens zu schützen. Obwohl WordPress selbst mit Blick auf Sicherheit entwickelt wurde, entstehen Sicherheitslücken häufig durch veraltete Software, schwache Passwörter, unsichere Plugins oder fehlerhafte Serverkonfigurationen.

Diese Anleitung beschreibt die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen, die jede WordPress-Website umsetzen sollte.

Bevor Sie beginnen

Bevor Sie Sicherheitsmaßnahmen umsetzen, stellen Sie sicher, dass Sie über Folgendes verfügen:

  • Administratorzugriff auf WordPress
  • Zugriff auf Ihr Hosting-Kontrollpanel
  • Ein aktuelles Backup Ihrer Website
  • Ein installiertes SSL-Zertifikat
  • Die neueste Version von WordPress

WordPress-Sicherheits-Checkliste

SicherheitsmaßnahmeWichtigkeitSchwierigkeitsgrad
WordPress aktuell halten★★★★★Einfach
Starke Passwörter verwenden★★★★★Einfach
Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren★★★★★Einfach
SSL-Zertifikat installieren★★★★★Einfach
Automatische Backups aktivieren★★★★★Einfach
Nicht verwendete Plugins entfernen★★★★☆Einfach
Web Application Firewall verwenden★★★★☆Mittel
Anmeldeversuche begrenzen★★★★☆Einfach
Auf Malware prüfen★★★★☆Einfach
Sicheres Hosting verwenden★★★★★Einfach

WordPress aktuell halten

Halten Sie stets folgende Komponenten auf dem neuesten Stand:

  • WordPress-Core
  • Themes
  • Plugins

Updates enthalten häufig:

  • Sicherheitsupdates
  • Fehlerbehebungen
  • Leistungsverbesserungen
  • Kompatibilitätsverbesserungen

Verzögerte Updates können Ihre Website bekannten Sicherheitslücken aussetzen.

Starke Passwörter verwenden

Schwache Passwörter gehören zu den häufigsten Ursachen kompromittierter Websites.

Ein sicheres Passwort sollte:

  • Mindestens 16 Zeichen lang sein
  • Groß- und Kleinbuchstaben enthalten
  • Zahlen enthalten
  • Sonderzeichen enthalten
  • Für jedes Konto einzigartig sein

Vermeiden Sie Wörter aus dem Wörterbuch oder persönliche Informationen.

Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung fügt beim Anmelden einen zusätzlichen Verifizierungsschritt hinzu.

Vorteile:

  • Schutz vor gestohlenen Passwörtern
  • Geringeres Risiko von Brute-Force-Angriffen
  • Höhere Sicherheit für Administratorkonten

Aktivieren Sie 2FA nach Möglichkeit für alle Administrator- und Redakteurskonten.

SSL-Zertifikat installieren

Ein SSL-Zertifikat verschlüsselt die Kommunikation zwischen Besuchern und Ihrer Website.

Vorteile:

  • Sichere Datenübertragung
  • HTTPS-Verschlüsselung
  • Höheres Vertrauen der Besucher
  • Positive Signale für Suchmaschinen

Stellen Sie nach der Aktivierung von SSL sicher, dass sämtlicher Datenverkehr automatisch von HTTP auf HTTPS umgeleitet wird.

Sicheres Hosting verwenden

Die Sicherheit einer Website beginnt mit der Hosting-Umgebung.

Wählen Sie einen Hosting-Anbieter, der Folgendes bietet:

  • Automatische Sicherheitsupdates
  • Malware-Scans
  • Web Application Firewall (WAF)
  • DDoS-Schutz
  • Tägliche Backups
  • Isolierte Hosting-Umgebungen
  • Kontinuierliche Serverüberwachung

Nicht verwendete Plugins und Themes entfernen

Inaktive Software vergrößert die Angriffsfläche Ihrer Website.

Führen Sie regelmäßig folgende Maßnahmen durch:

  • Nicht verwendete Plugins löschen
  • Nicht verwendete Themes löschen
  • Nicht mehr gepflegte Software entfernen
  • Nur vertrauenswürdige Plugins installieren

Je weniger unnötige Software installiert ist, desto geringer sind Wartungsaufwand und Sicherheitsrisiken.

Plugins nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren

Installieren Sie ausschließlich Plugins, die:

  • Aktiv gepflegt werden
  • Gute Benutzerbewertungen haben
  • Regelmäßig aktualisiert werden
  • Von seriösen Entwicklern stammen

Vermeiden Sie gecrackte oder raubkopierte Plugins, da diese häufig Schadcode enthalten.

Automatische Backups aktivieren

Backups ermöglichen die Wiederherstellung Ihrer Website nach versehentlichem Datenverlust, Malware-Infektionen oder Serverausfällen.

Eine gute Backup-Strategie sollte Folgendes umfassen:

  • Tägliche Backups
  • Externe Speicherung
  • Automatische Zeitplanung
  • Regelmäßige Wiederherstellungstests

Backups sollten stets getrennt vom Webserver gespeichert werden.

Anmeldeversuche begrenzen

Unbegrenzte Anmeldeversuche erleichtern Brute-Force-Angriffe.

Die Begrenzung von Login-Versuchen hilft dabei:

  • Wiederholte fehlgeschlagene Anmeldungen zu blockieren
  • Automatisierte Angriffe zu reduzieren
  • Administratorkonten zu schützen

Viele Sicherheits-Plugins bieten diese Funktion standardmäßig an.

Eine Web Application Firewall (WAF) verwenden

Eine Web Application Firewall filtert schädlichen Datenverkehr, bevor dieser Ihre Website erreicht.

Eine WAF schützt unter anderem vor:

  • SQL-Injection
  • Cross-Site Scripting (XSS)
  • Brute-Force-Angriffen
  • Schadhaften Bots
  • Distributed-Denial-of-Service-Angriffen (DDoS)

Regelmäßig auf Malware prüfen

Regelmäßige Malware-Scans helfen dabei, kompromittierte Dateien zu erkennen, bevor sie größeren Schaden verursachen.

Ein Malware-Scanner kann unter anderem erkennen:

  • Schadcode
  • Veränderte Core-Dateien
  • Verdächtige Plugins
  • Backdoors
  • Unautorisierte Dateiänderungen

Planen Sie automatische Scans ein, wann immer dies möglich ist.

Dateibearbeitung deaktivieren

Standardmäßig erlaubt WordPress Administratoren, Theme- und Plugin-Dateien direkt im Dashboard zu bearbeiten.

Das Deaktivieren dieser Funktion reduziert das Risiko, dass Angreifer Dateien verändern können, falls ein Konto kompromittiert wird.

Sichere Dateiberechtigungen verwenden

Falsche Dateiberechtigungen können unbefugten Zugriff ermöglichen.

Empfohlene Berechtigungen:

Datei oder VerzeichnisBerechtigung
Verzeichnisse755
Dateien644
wp-config.php600 oder 640 (sofern unterstützt)

Vermeiden Sie übermäßig freizügige Berechtigungen wie 777.

Den Bereich wp-admin schützen

Beschränken Sie den Zugriff auf das Administrations-Dashboard durch:

  • Starke Administrator-Passwörter
  • Aktivierte Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Begrenzte Anmeldeversuche
  • Zugriffsbeschränkung per IP-Adresse, sofern sinnvoll

Zusätzliche Schutzmaßnahmen verringern die Wahrscheinlichkeit unbefugter Zugriffe.

Benutzerkonten überwachen

Überprüfen Sie Administrator-Konten regelmäßig.

Entfernen Sie Konten, die:

  • Nicht mehr benötigt werden
  • Ehemaligen Mitarbeitern gehören
  • Unnötige Administratorrechte besitzen

Wenden Sie das Prinzip der geringsten Berechtigung an und vergeben Sie nur die Rechte, die tatsächlich erforderlich sind.

Sicherheitsprotokolle überwachen

Sicherheitsprotokolle helfen dabei, verdächtige Aktivitäten zu erkennen, darunter:

  • Fehlgeschlagene Anmeldeversuche
  • Dateiänderungen
  • Neue Administratorkonten
  • Malware-Erkennungen

Überprüfen Sie die Protokolle regelmäßig, um potenzielle Bedrohungen frühzeitig zu erkennen.

Die Sicherheit Ihrer Website überprüfen

Nach der Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen sollten Sie:

  • Sicherstellen, dass HTTPS aktiviert ist.
  • Prüfen, ob automatische Backups ausgeführt werden.
  • Die Zwei-Faktor-Authentifizierung testen.
  • Administrator-Konten überprüfen.
  • Nach verfügbaren Updates suchen.
  • Einen Malware-Scan durchführen.
  • Sicherheitsprotokolle kontrollieren.

Führen Sie regelmäßig Sicherheitsaudits durch, um Ihre Website dauerhaft zu schützen.

Häufige Sicherheitsprobleme

Schwache Passwörter

Schwache Passwörter lassen sich leicht erraten oder knacken.

Verwenden Sie für jedes Administratorkonto stets ein starkes und einzigartiges Passwort.

Veraltete Software

Veraltete Versionen von WordPress, Themes oder Plugins können bekannte Sicherheitslücken enthalten.

Installieren Sie Updates, sobald sie verfügbar sind.

Unsichere Plugins

Schlecht gepflegte Plugins können Sicherheitsrisiken verursachen.

Entfernen Sie Plugins, die nicht mehr gepflegt oder aktualisiert werden.

Fehlende Backups

Ohne Backups wird die Wiederherstellung nach Malware-Infektionen oder versehentlichem Datenverlust erheblich erschwert.

Bewahren Sie stets aktuelle Backups an einem externen Speicherort auf.

Bewährte Vorgehensweisen

  • Halten Sie WordPress stets aktuell.
  • Verwenden Sie starke und einzigartige Passwörter.
  • Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  • Installieren Sie ein SSL-Zertifikat.
  • Aktivieren Sie automatische Backups.
  • Entfernen Sie nicht verwendete Plugins und Themes.
  • Verwenden Sie eine Web Application Firewall.
  • Führen Sie regelmäßig Malware-Scans durch.
  • Überwachen Sie Sicherheitsprotokolle.
  • Wählen Sie einen vertrauenswürdigen Hosting-Anbieter.

Häufig gestellte Fragen

Ist WordPress sicher?

Ja. WordPress ist eine sichere Plattform, wenn sie ordnungsgemäß gewartet, regelmäßig aktualisiert und gemäß den bewährten Sicherheitspraktiken konfiguriert wird.

Benötige ich ein Sicherheits-Plugin?

Es ist zwar nicht zwingend erforderlich, jedoch kann ein vertrauenswürdiges Sicherheits-Plugin dabei helfen, Bedrohungen zu überwachen, Anmeldeversuche zu begrenzen, Malware zu erkennen und die Sicherheit Ihrer Website zu erhöhen.

Warum ist HTTPS wichtig?

HTTPS verschlüsselt die Datenübertragung zwischen Ihrer Website und ihren Besuchern. Dadurch wird die Sicherheit erhöht und sensible Informationen werden geschützt.

Wie oft sollte ich WordPress aktualisieren?

Überprüfen Sie regelmäßig, ob Updates verfügbar sind, und installieren Sie insbesondere Sicherheitsupdates so schnell wie möglich, nachdem Sie deren Kompatibilität überprüft haben.

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